Pädagogisches Konzept



  1. Fördern und lernen
  2. Rituale
  3. Bewegung
  4. Spiel
  5. Bedürfnisse des Kindes
  6. Eingewöhnung
  7. Gemeinschaft
  8. Ziel in der Zusammenarbeit mit Ihnen als Eltern
  9. Qualitätssicherung





1. Fördern und Lernen


Kinder in den ersten 3 Lebensjahren legen täglich Meilensteine in der Entwicklung zurück. Sie erfahren sich selbst und ihre Umgebung. Dabei beobachten sie, ahmen nach, probieren und experimentieren. Der Ehrgeiz ist geweckt, etwas selbst in die Hand zu nehmen, es eigenständig zu tun. Die Kinder erhalten in unserer Kindertagespflegestelle täglich ein vielfältiges Angebot, um sich selbst und ihre Umwelt zu erkunden. Interessen und aktuelle Themen werden aufgegriffen und Förderungsangebote hierzu angeboten.
 
 


2. Rituale


Widerkehrende Handlungen werden oft zum Ritual und damit zu einem wichtigen Bestandteil im Leben eines Kindes. Rituale vermitteln ein Stück Stabilität, Sicherheit und Geborgenheit.


Montag -        Sprachförderung
Dienstag -       turnen
Mittwoch -      entdecken
Donnerstag -  tanzen
Freitag -           altersgetrennter Stuhlkreis


 
Unsere täglichen Rituale sind fest in den Alltag integriert. Dazu gehört der Stuhlkreis nach dem Frühstück, das Händewaschen vor den Mahlzeiten, der Tischspruch vor dem Mittagessen und die Geschichte vor dem Mittagsschlaf.
 
 
   
3. Bewegung

Um gesund groß zu werden ist Bewegung für ein Kind besonders wichtig. Das Kind hat einen von Natur aus ausgeprägten Bewegungsdrang. Es empfindet dabei Spaß, Freude und Lust und lernt dadurch seinen Körper kennen und einzuschätzen. Außerdem steckt sich das Kind in diesem Zusammenhang Ziele und erlebt Erfolgserlebnisse, woraus das Kind Selbstvertrauen und Lebensfreude schöpfen kann. Daher verbringen wir (auch bei Wind und Wetter) viel Zeit an der frischen Luft. Wir machen Feldausflüge, nutzen unseren Hof, gehen auf den nahe gelegenen Spielplatz um zu toben, rennen, springen, turnen, schaukeln, balancieren oder in Pfützen zu springen.


 
4. Spiel

Spielen ist ein Grundbedürfnis von Kindern und ebenso wichtig wie essen, trinken und schlafen. Die Grob- als auch Feinmotorik sowie die geistige Entwicklung des Kindes wird dabei gefördert. Es stärkt Konzentration und Selbstvertrauen.
Freie Spielzeit hat einen festen Bestandteil in unserem Tagesgeschehen und macht einen großen Teil unserer Zeit aus. Das Freie Spiel fördert die Kreativität. Die Kinder lernen sich und ihr Gegenüber kennen. Sie interagieren miteinander, entwickeln Ideen, gemeinsam oder jeder für sich.
 
Auch das angeleitete Spiel ist von wertvoller Bedeutung für die Kinder. Sie lernen, sich an Regeln zu halten, entwickeln Ehrgeiz und erfahren ein Zusammenhörigkeitsgefühl. Angeleitetes Spiel wird immer altersgemäß gestaltet.
Grundsätzlich ist es uns wichtig, dass das Spielmaterial vielfältig nutzbar sind. Die Kinder in der Altersklasse von 1-3 Jahren erkunden und experimentieren. Sie nehmen beispielsweise einen Klang wahr und lassen ihn auf sich wirken oder unterscheiden Formen und Farben.
 

 
5. Bedürfnisse des Kindes

Zu den körperlichen Bedürfnissen von Kindern gehören

genug Nahrung und Flüssigkeit
ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus
Körperpflege
Gesundheitsfürsorge
Körperkontakt

Darüber hinaus haben Kindern natürlich auch emotionale Bedürfnisse

Kinder brauchen die Fürsorge von verlässlichen Bezugspersonen. Besonders Kleinkinder sind auf Menschen angewiesen, die ihre Signale verstehen und schnell darauf reagieren.
Kinder brauchen Schutz. Dazu gehört nicht nur der Schutz vor Gewalt, sondern auch Schutz vor Gefahren und Krankheiten. Dies kann beispielsweise durch Kleidung geschehen, die dem Wetter angemessen ist, durch Aufsicht und durch regelmäßige ärztliche Untersuchungen.
Kinder brauchen Förderung und Ermutigung, um selbstständig zu werden und Glauben an sich selbst zu entwickeln.
Sie benötigen Wertschätzung und emotionale Verbundenheit.
Sie möchten sich als wichtigen Teil einer Gemeinschaft erleben.



6. Eingewöhnung
 
Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. 
Ihr Kind soll die Gelegenheit bekommen, die Einrichtung mit all ihren Abläufen, Regeln, Ritualen in aller Ruhe kennen zu lernen. Die Eingewöhnung gestalten wir in unserer Einrichtung individuell, angelehnt an das sogenannten „Berliner Modell“. Je nach Persönlichkeit Ihres Kindes bedarf der Eingewöhnung viel Feingefühl. Ihr Kind befindet sich in einer fremden Umgebung mit ihm fremden Menschen. Unser Ziel ist es, ein Vertauensverhältnis zu dem Kind aufzubauen. 
Für jedes Kind werden circa 3 Wochen Eingewöhnungszeit eingeplant, welche je nach Wohlbefinden Ihres Kindes ausdehnt oder verkürzt werden kann.

7. Gemeinschaft


Für ein harmonisches Zusammensein ist es wichtig, die Grenzen jedes Kindes zu erkennen und aufgestellte Regeln präsent zu machen. Um den Umgang miteinander harmonisch zu gestalten und die Kinder auf das gesellschaftliche Leben vorzubereiten ist es wichtig, ihnen Regeln zu vermitteln. Diese setzten wir unter Berücksichtigung von Sicherheit und Wohlbefinden jedes Einzelnen. Wir setzen Regeln nicht ohne diese begründen und somit den Kindern erklären zu können. Konsequentes Verhalten in der Arbeit mit den Kindern ist sehr wichtig. Es dient den Kindern als Orientierungshilfe, vermittelt ihnen Sicherheit und stärkt das Vertrauensverhältnis zu uns.
Neben den Regeln ist es uns wichtig, auf die Wünsche der Kinder einzugehen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Somit können sie ihre Persönlichkeit entwickeln und haben das Gefühl, anerkannt und ernst genommen zu werden.
Im Gruppengeschehen entstehen des Öfteren auch Streitigkeiten unter den Kindern. Sie sind oftmals in der Lage Konflikte untereinander selbst zu lösen. 
 
 
 

8. Ziele in der Zusammenarbeit mit Ihnen als Eltern

 
Elternarbeit ist ein wichtiger Baustein unserer Arbeit, denn Sie kennen Ihr Kind am besten und sind dessen  ''sicherer Hafen“. Die Zusammenarbeit zwischen Ihnen als Eltern und uns als Tagesmüttern basiert auf einem Vertrauensverhältnis. Uns ist es sehr wichtig, dass Sie Ihr Kind gerne und mit einem guten Gefühl in unsere Hände geben. Daher sind uns Offenheit und ein reger Austausch mit Ihnen als Bezugsperson/en sehr wichtig. Gegenseitige Wertschätzung und Respekt sind Grundsteine einer guten Zusammenarbeit. 
 
 

9. Qualitätssicherung


Abgeschlossenen Qualifizierungskurs zur Kindertagespflegeperson bei InFamilia e.V. 
Und derzeit in der Anschlussqualifizierung Pari Kinderwelten GmbH(Johanna) 
Abgeschlossener Qualifizierungskurs zur Kindertagespflegeperson bei der Volkshochschule badische Bergstraße in Weinheim (Katja)
Vom Jugendamt werden für Tagespflegepersonen Fortbildungen von mindestens 20 Unterrichtseinheiten pro Jahr gefordert.
Der "Erste-Hilfe-Kurs-am Kind“ wird alle 2 Jahre aufgefrischt.
Die Vermittlung, Begleitung und Förderung erfolgt durch einen öffentlichen Träger, das Jugendamt.
https://www.rhein-neckar-kreis.de/start/landratsamt/kindertagespflege.html